Bundesanstalt Technisches Hilfswerk – Ortsverband Amberg

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Navigieren auch ohne moderne Technik möglich

Das Anfahren von entfernten, unbekannten Unfallstellen und das Aufrechterhalten der Kommunikation bei einem Ausfall sämtlicher GPS- und Mobilfunknetze trainierten die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) Amberg am Samstag, 09.02.2013.

Neben der regionalen Gefahrenabwehr ist eine der Hauptaufgaben des THW die Bekämpfung von Großschadenslagen und Naturkatastrophen im In- und Ausland. Folglich ist es für die ehrenamtlichen Helfer unabdingbar, auf eine satellitengestützte Navigation verzichten und zielsicher ihren Bestimmungsort erreichen zu können.

Am Samstagvormittag wurden die THW-Helfer im Umgang mit Koordinatensystem und Landkarten, sowie deren Berechnung und Bestimmung, unterwiesen. Nach einer kurzen Auffrischung des Basiswissens im Bereich Sprechfunk wurden die gelernten Inhalte in der Praxis angewendet.

Das THW Amberg entsandte vier Fahrzeuge, jeweils ausgestattet mit Karten und Planzeigern, in unterschiedliche Gebiete des Landkreises. Das Fahrziel war nur in Form einer Koordinate bekannt, die über Funk bei der Übungsleitung erfragt werden musste. Am Bestimmungspunkt angekommen wurde dieser mit dem geplanten Zielpunkt der Übungsleitung abgeglichen und eine neue Zielkoordinate übermittelt. So waren am Samstagnachmittag die Einsatzfahrzeuge zwischen Schafhof und dem Birgland, sowie Freudenberg und Ursensollen unterwegs. Neben den Fahrern, die durch die teils sehr winterlichen Straßenverhältnisse im Landkreis zusätzlich gefordert waren, lag es an der Fahrzeugbesatzung, den Zielort richtig zu berechnen sowie eine für Lkw geeignete Fahrstrecke aus der Karte zu entnehmen.

Die letzte anzufahrende Koordinate stellte einen gemeinsamen Sammelpunkt dar. Das als erstes dort eingetroffene Fahrzeug bekam die Aufgabe, einen taktisch günstigen Sammelplatz für die weiteren Fahrzeuge zu erkunden. Als Anlaufstelle wurde die Tankstelle an der Autobahnanschlussstelle Amberg-West gewählt.

Nach dem Eintreffen aller Fahrzeuge wurden sie für eine Fahrt im geschlossenen Verband aufgestellt. Mit Markierungsflaggen gekennzeichnet begab sich die Kolonne über Autobahn und Landstraßen zurück in den Ortsverband.

Ein geschlossener Verband von Einsatzfahrzeugen wird genutzt, um Einheiten auch in unbekannten Regionen sicher, zielführend, gemeinsam und planbar an ihren Bestimmungsort zu verlegen. Dabei wird der gesamte Fahrzeugverbund rechtlich als nur ein Fahrzeug behandelt. Andere Verkehrsteilnehmer sollten es vermeiden, innerhalb dieses geschlossenen Verbands zu fahren. Für die Kraftfahrer stellt diese Art der Einsatzfahrt eine besondere Beanspruchung dar.

 

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