Bundesanstalt Technisches Hilfswerk – Ortsverband Amberg

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Einsatzübung der THW-Jugendgruppe

Am Samstag, 17.10.2015, traf sich die Jugendgruppe zu einem etwas anderen Jugenddienst. Statt einer Ausbildung vor Ort fand diesmal eine Einsatzübung auf unbekanntem Gelände statt.

Der erste Teil der Übung bestand darin, den Einsatzort über Koordinaten und mit Hilfe einer Karte zu finden. Nachdem die einzelnen Wegpunkte ermittelt waren, wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen eingeteilt und machten sich mit zwei Fahrzeugen auf dem Weg zum Einsatzort. Dieser befand sich auf dem THW-eigenen Übungsgelände Rödelberg bei Burglengenfeld.

Am Einsatzort erklärte der Zugführer den Jugendlichen die Lage. Im Szenario hatte es in einem Waldstück eine Explosion gegeben, ein Waldarbeiter wurde vermisst.

Die erste Aufgabe für beiden Gruppen bestand darin, das gesamte Gelände zu erkunden. Danach wurden die Ergebnisse der beiden Gruppen zusammengetragen und auf einer Lagekarte festgehalten.

Die vermisste Person wurde in einer Waldhütte geortet. Die Tür zur Hütte war verschlossen, sodass eine Gruppe versuchte einen Behelfszugang in den Innenraum der Hütte zu schaffen. Währenddessen bereitete die zweite Gruppe alles vor, um den Verletzten später schonend abtransportieren zu können.

Nachdem ein Zugang geschaffen wurde, konnten zwei Junghelfer in den Innenraum vordringen und erstversorgen. In der Hütte wurde eine zweite Person gefunden, die unter Trümmern eingeklemmt war und das Bewusstsein verloren hatte. Zur Rettung mussten die Trümmer mithilfe von technischem Gerät bei Seite geräumt werden, um auch die zweite Person versorgen zu können.

Anschließend wurden die Verletzten aus dem Gefahrenbereich gebracht. Da die erste Person bei Bewusstsein war und selbstständig gehen konnte, wurde sie von zwei Helfern nach draußen begleitet. Dort brach die Person unerwartet zusammen, sodass der Abtransport in stabiler Seitenlage auf einer Krankentrage notwendig wurde. Die zweite Person wurde ebenfalls mit einer Krankentrage abtransportiert. Nach der Übergabe der beiden Verletzten an der Verletztensammelstelle war dieses Szenario beendet.

Nach dem Mittagessen wurde im zweiten Teil der Übung angenommen, dass sich eine weitere Explosion auf dem Gelände ereignet hat.

Wieder wurde eine genaue Erkundung durchgeführt. Dabei wurde eine Person entdeckt, die in einen Schacht gefallen war und sich nicht mehr selbst befreien konnte. Um die Person zu retten, wurde ein Dreibock mit mehreren Stangen und Verbindern des Einsatzgerüstsystems aufgebaut, der über dem Schacht platziert wurde. Parallel stattete sich eine Junghelferin mit Sanitätstasche und Schutzausrüstung aus. Die Helferin verschaffte sich über zwei Steckleiterteile einen ersten behelfsmäßigen Zugang zum Verletzten und konnte diesen rasch erstversorgen.

Im Schacht konnte der Person eine sogenannte Rettungswindel angelegt werden. Über das Einsatzgerüst konnte die verletzte Person aus dem Schacht nach oben befördert werden, wo sie in einen Schleifkorb umgelagert und anschließend abtransportiert werden konnte. Damit war dieser Teil der Übung auch erfolgreich gemeistert.

Da das Übungsgelände sehr uneben war und zum Teil hohe Steigungen aufwies, wurde zum Schluss trainiert, wie sich ein behelfsmäßiger Aufstieg mit mehreren Steckleitern realisieren lässt. Dieser kann auch benutzt werden, um Verletzte, die sich in einem Schleifkorb befinden, sanft nach unten zu befördern. Nach diesem letzten Teil ging es an den Rückbau und das ordnungsgemäße Verladen aller Gerätschaften auf dem Gerätekraftwagen.

Damit ging für die Jugendlichen ein Tag mit viel Spaß, Action und Spannung zu Ende.

 

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