Die THW-Ortsverbände Schwandorf und Amberg beübten gemeinsam mit der Bayernwerk Netz GmbH in Schwandorf die Einspeisung von Netzersatzanlagen in das örtliche Stromnetz in Schwandorf. Ziel war es, die Zusammenarbeit sowie technische und organisatorische Abläufe für den Fall eines länger andauernden Stromausfalls zu erproben.
Für die Übung kamen eine 200-kVA-Netzersatzanlage des THW Schwandorf sowie eine 175-kVA-Netzersatzanlage des THW Amberg zum Einsatz. Nach der gemeinsamen Abstimmung mit den Fachkräften des Bayernwerks bereiteten die Einsatzkräfte die Einspeisung an einer Ortsnetzstation vor.
Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die abgestimmten Abläufe zwischen Netzbetreiber und THW. Vor der Zuschaltung wurden technische Details geklärt, Checklisten abgearbeitet sowie Kommunikations- und Dokumentationswege abgestimmt. „Es reicht nicht, bei den Aggregaten einfach den Startknopf zu drücken“, betonte Martin Liebl, Ortsbeauftragter des THW Schwandorf.
Im weiteren Verlauf wurden die Netzersatzanlagen schrittweise zugeschaltet und mit dem Stromnetz synchronisiert. Auch die anschließende Rücknahme der Einspeisung verlief planmäßig. Der stellvertretende THW-Landesbeauftragte Tilmann Gold begleitete die Übung vor Ort. „So muss es sein. Resilienz entsteht nicht erst im Einsatz, sondern lange davor: Bei der Planung von Konzepten, der Bestimmung von Zuständigkeiten – und beim Testen von Abläufen“, sagte Gold.
Für die beteiligten Helferinnen und Helfer bot die Übung die Möglichkeit, die Zusammenarbeit unter realistischen Bedingungen zu trainieren und bestehende Abläufe weiter zu festigen. Franz Münz vom THW Schwandorf und Christian Gresser vom THW Amberg hoben insbesondere die gute Zusammenarbeit der beiden Ortsverbände mit dem Bayernwerk hervor. „Gerade die enge Abstimmung und das gegenseitige Verständnis machen solche Übungen erfolgreich“, lautete ihr gemeinsames Fazit.

























