Am 04. August 2026 wurde das THW Amberg gemeinsam mit dem THW Sulzbach-Rosenberg zur Abstützung eines einsturzgefährdeten Stodls alarmiert. Bei dem landwirtschaftlichen Gebäude war die Zwischendecke teilweise durchgebrochen. Zudem hatten sich bereits Risse in den Außenmauern gebildet.
Um eine weitere Absenkung des Gebäudes zu erkennen und die Standsicherheit während der Arbeiten zu überwachen, kam das Laserüberwachungssystem des THW Amberg zum Einsatz. Damit konnte kontrolliert werden, ob sich die Konstruktion weiter bewegte. Bereits bei den kleinsten Bewegungen kann das System einen Alarm auslösen, sodass die Einsatzkräfte schnellstmöglich den Gefahrenbereich verlassen können.
Der Stodl wurde von drei Seiten abgestützt. An der Giebelseite bestand aufgrund der vorhandenen Schäden besondere Einsturzgefahr. Deshalb wurde die angrenzende Straße bereits ab dem Beginn der Bauarbeiten gesperrt. Zur Sicherung der Giebelseite errichteten die Einsatzkräfte eine Holzkonstruktion aus zwei Holzböcken. Aufgrund des hohen Gewichtes wurden die beiden Böcke mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr aufgestellt.
Die beiden Längsseiten des Gebäudes wurden mit dem Einsatz-Gerüst-System (EGS) abgestützt. Zusätzlich kamen mehrere mit Wasser befüllte IBC-Container zum Einsatz, die als Gegengewicht für die Metall-Konstruktion dienten.
Durch das koordinierte Vorgehen der beiden Ortsverbände konnte der beschädigte Stodl gesichert und eine weitere Gefährdung des Umfelds verhindert werden. Da sich der Einsatz über einen längeren Zeitraum erstreckte, übernahm das BRK die Verpflegung der Einsatzkräfte.







